Freitag, 26. März 2010

Kilchbeger Hebammen bekommen Support aus Langnau

Tages-Anzeiger
Von Lukas Nussbaumer und
Bettina Ledergerber am 27.03.2010

Nach Kilchberg und Adliswil widersetzt sich auch Langnau der Verlegung der Geburtenabteilung vom Spital Sanitas in Kilchberg ins Horgener Spital Zimmerberg.

Der Gemeinderat von Langnau sagt Ja zur Fusion der Spitäler Sanitas und Zimmerberg, doch er ist gegen die Verlegung der Geburtenabteilung von Kilchberg nach Horgen. «Es ist fraglich, ob die Verlegung der Geburtenabteilung zu einem besseren finanziellen Ergebnis der fusionierten Spitäler beiträgt», schreibt der Gemeinderat in einer gestern veröffentlichten Mitteilung. Der Gemeinderat glaubt auch nicht daran, dass die wegfallenden Geburten im Spital Sanitas – pro Jahr rund 650 - vom Zimmerbergspital in Horgen aufgefangen werden können. Damit erhalten die Kämpfer für den Erhalt der Geburtenabteilung im Sanitas weiteren Aufwind: Neben Langnau sprechen sich auch der Gemeinderat von Kilchberg und das Parlament von Adliswil gegen die Verlegung aus.

Spitalleitung bleibt hart

Der Gemeinderat von Langnau hat sich den Entscheid nicht leicht gemacht und liess sich auch von den beiden wichtigsten Spitalvertretern nicht umstimmen: Walter Bosshard, Stiftungsratspräsident des Spitals Zimmerberg, und Markus Gautschi, seit Anfang Jahr Direktor der Spitäler Zimmerberg und Sanitas. Gautschi nimmt das Langnauer Nein zur Verlegung der Geburtenabteilung jedoch gelassen hin. «Wichtig ist das Ja zur Fusion. Und dieses Bekenntnis gibt der Gemeinderat ab», sagt Gautschi. Den eindringlichen Appell des Langnauer Gemeinderats an die Spitalleitung, den Entscheid über die Schliessung der Geburtenabteilung nochmals zu überdenken, nimmt Gautschi zwar entgegen, am Beschluss werde jedoch nicht mehr gerüttelt. «Halten wir die Geburtenabteilung im Sanitas aufrecht, kostet uns das jährlich 1,5 Millionen Franken. Das können wir uns nicht leisten», sagt der Spitaldirektor.

Dass die Schliessung der Geburtenabteilung im Sanitas Widerstand provozieren wird, hat Gautschi erwartet; überrascht hat ihn das Ausmass. Dennoch ist er davon überzeugt, dass die Fusion zustande kommen wird. «Die Gemeinden sind sich bewusst, dass ein Scheitern des Zusammenschlusses beide Spitäler gefährden würde.»

Bis jetzt hat sich erst der Gemeinderat von Kilchberg für ein Nein zum Zusammenschluss entschieden. Damit die Fusion zustande kommt, ist die Zustimmung von acht der zwölf Gemeinden im Bezirk Horgen nötig.


Entscheid überraschte

Durch Langnaus Entscheid erhalten die Kämpfer für den Erhalt der Geburtsabteilung im Sanitas Aufwind. Kinderkrankenschwester Christa Weber ist überrascht über den Entscheid in Langnau. Anders als in Adliswil, wo sie mit ihrer Gruppe «Babys wählen Sanitas» vor zwei Ratssitzungen demonstrierte, äusserte sie sich in Langnau nicht öffentlich gegen die geplante Schliessung der Geburtsabteilung. Sie sagt: «Für uns
ist der Entscheid ein Aufsteller.»

Freitag, 19. März 2010

Tages-Anzeiger 19. März 2010

Woher bekommt
man 14,5 Millionen?


Adliswils Stadtrat spricht sich für die Spitalfusion
Sanitas - Zimmerberg aus.

Die Opposition ist erstaunt und bereit zu kämpfen.

Adliswil - Als der Adliswiler Stadtrat ihre «Einzelinitiative gegen
Fusion Spital Sanitas mit Spital Zimmerberg» abwies (TA von gestern),
war Nadja Manneh noch bei der Arbeit. Die Adliswiler Gynäkologin arbeitet als Belegärztin im Sanitas und rechnete damit, nach Feierabend an der Stadtratssitzung teilzunehmen. Doch das Traktandum wurde vorgezogen, und eine Schwester der Geburtsabteilung informierte Manneh übers Telefon. Die Ärztin sagt: «Ich bin wie vor den Kopf gestossen.»

Für die Rettung der Abteilung engagiert sich auch die Kinderkrankenschwester
Christa Weber – mit einem Facebook-Profil und einem Blog (Babies-
waehlen-sanitas.blog-spot.com). Sie hält sich an die Aussage des Stadtrates,
wonach er den Erhalt der Geburtsabteilung unterstütze, wenn die Finanzierung gesichert sei. Sie meint es auch ironisch, wenn sie sagt: «Wir wollen jetzt Sponsoren suchen.» Es handelt sich um eine Summe von 14,5 Mio Franken, aber für die Angestellten des Sanitas geht es um den Job. Für die Wöchnerinnen geht es um die Rettung der Geburtsabteilung.

Nun liegt der Ball beim Gemeinderat. CVP-Fraktionspräsident Thomas Fässler
weiss im Moment keinen Rat. Der Stadtrat habe die Einzelinitiative
abgewiesen, «damit sind die Möglichkeiten ausgeschöpft». Gemeinderat Davide Loss (SP) sagt,der Entscheid des Stadtrats gehe in Ordnung: «Man hat die Antwort auf die Einzelinitiative nicht auf die lange Bank geschoben und Farbe bekannt.» Loss sagt kämpferisch, man wolle versuchen, die Millionen zusammenzubringen – obwohl es schwierig werde. Doch dann könnte der Gemeinderat den Antrag des Stadtrats ablehnen. «Stimmt der Gemeinderat zu», sagt Loss, «dann wird längerfristig das Sanitas schliessen. Dessen müssen wir uns bewusst sein.» (dst)

Donnerstag, 18. März 2010

Tages-Anzeiger 18. März 2010

Sanitas-Geburten:
Das Geld fehlt

Die Geburtsabteilung im Spital Sanitas soll nach dem Willen
des Adliswiler Stadtrats geschlossen werden.

Von Marco Morosoli
Adliswil – Bei der gestrigen Gemeinderatssitzung hat der Adliswiler Stadtrat in
einer Antwort auf eine Interpellation zur geplanten Schliessung des
Geburtsabteilung im Spital Sanitas des SP-Parlamentariers Davide Loss die Katze aus dem Sack gelassen. «Die längerfristige Erhaltung der Spitallandschaft im Bezirk Horgen mit den Spitälern Sanitas und Zimmerberg hat oberste Priorität.

Mit der geplanten und eingeleiteten Fusion kann dieses Ziel am besten erreicht
werden», sagte der Gesundheitsvorstand Heinz Spälti (FDP). Der Stadtrat
habe den Entscheid einstimmig gefasst. Der Entscheid fusst für den Stadtrat
auf finanziellen Erwägungen. Es geht laut Spälti um einen Betrag von
1,45 Millionen Franken, der durch die Schliessung der Geburtsabteilung jährlich eingespart werden kann. Deshalb lehnt der Stadtrat auch die
Einzelinitiative des Ehepaars Manneh-Stark ab (der TA berichtete). Sie fordert den Erhalt der Geburtsabteilung im Sanitas und wurde vom Gemeinderat im Februar unterstützt.

Spälti stellte aber in Aussicht, dass der Stadtrat Bestrebungen zur Erhaltung
der Geburtsklinik im Sanitas im Rahmen seiner Möglichkeit unterstützt.
Dies erfordere einen garantierten Zuschuss von jährlich 1,45 Millionen
Franken für die nächsten zehn Jahre. Enttäuschung bei Interpellant
Die Ausführungen von Spälti dürfte die Belegschaft der Geburtsklinik Sanitas
und die ehemaligen Wöchnerinnen enttäuscht haben. Die Gruppe hatte vor der
Sitzung dem Gemeinderatspräsidenten Max Stenz (Freie Wähler) eine Petition
mit 517 Unterschriften überreicht. Loss sagte, dass jetzt über den Standpunkt
des Stadtrats Klarheit herrsche, da er nach langem Schweigen offen informiert
habe. Der Gemeinderat wird wohl im Juni über die Fusion entscheiden.

Züriseezeitung 18. März 2010


Adliswil Befürworter und Gegner der Schliessung der Geburtenabteilung im Sanitas trafen aufeinander

Demonstranten setzten sich vor der Adliswiler Gemeinderatssitzung für den Erhalt der Geburtsklinik im Sanitas ein. Der Stadtrat nimmt deren Schliessung in Kauf.

«Mis Sanitas – mini Geburtsklinik» – mit diesem und ähnlichen Transparenten demonstrierten gestern Abend vor der Adliswiler Gemeinderatssitzung rund 40 Erwachsene und verschiedene Kinder dafür, dass auch im Jahr 2011 noch im Kilchberger Spital Sanitas geboren werden kann. Es waren grösstenteils Frauen, aber auch einige Männer darunter, Leute aus dem Sanitas – aus den Bereichen Pflege, aber auch etwa Informatik – sowie ehemalige Wöchnerinnen.

Bereits zum zweiten Mal sprachen sie sich vor dem Schulhaus Hofern dagegen aus, dass die Geburtenabteilung im Zuge der Fusion des Kilchberger Spitals Sanitas und des Horgner Spitals Zimmerberg ab 2011 nach Horgen verlegt wird. «Wir wollen, dass die Gemeinden nach Möglichkeiten suchen, die Geburtsklinik des Sanitas zu erhalten», erklärte die federführende Claudia Matter. Anlass für den Aufmarsch war die in der gestrigen Ratssitzung traktandierte Interpellation des SP-Gemeinderats Davide Loss. Er wollte vom Stadtrat wissen, wie der Stadtrat der Spitalfusion gegenüberstehe.

Das Ziel der Demonstranten ist dabei: in den zwölf Trägergemeinden mit Aktionen bewirken, dass die eine oder andere Gemeinde dem Fusionsvertrag im Verlaufe dieses Jahres nicht zustimmt. Acht der zwölf Gemeinden müssen ihm zustimmen, damit er zustande kommt; wenn fünf Gemeinden ihn ablehnen, fällt er. Die Initianten planen, auch in den anderen Gemeinden des Bezirks Horgen aktiv zu werden.

Da in Adliswil das Parlament entscheidet, versuchen die Befürworter der Geburtenabteilung im Sanitas die Politiker von ihren Ideen zu überzeugen. Wie der Stadtrat gestern mitteilte, hat dieser allerdings am Dienstagabend beschlossen, dem Gemeinderat in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen den Antrag zu stellen, der Fusion zuzustimmen.

Ganz im Sinn der Gesamt-Exekutive fiel gestern auch der Auftritt von Noch-Gesundheitsvorstand Heinz Spälti (FDP) vor dem Schulhaus Hofern aus. Er suchte den Kontakt mit den Demonstrantinnen und Demonstranten. Er zeigte Verständnis für ihr Anliegen, er hänge emotional ebenfalls an der Geburtsklinik des Sanitas, aber es fehle das Geld: «Wenn die 1000 Sympathisanten für die Geburtenabteilung jährlich und während zehn Jahren 1000 Franken für den Erhalt der Geburtsklinik bezahlen würden, wäre die Finanzierung der Geburtenabteilung im Sanitas möglich. Oder wenn Sie uns auf andere Art und Weise 15 Mio. Franken beschaffen.» «Wir arbeiten dran», meinte Claudia Matter dazu, was Spälti mit «dann ists ja gut» quittierte.

Züriseezeitung 18. März 2010


Adliswil Befürworter und Gegner der Schliessung der Geburtenabteilung im Sanitas trafen aufeinander

Demonstranten setzten sich vor der Adliswiler Gemeinderatssitzung für den Erhalt der Geburtsklinik im Sanitas ein. Der Stadtrat nimmt deren Schliessung in Kauf.

«Mis Sanitas – mini Geburtsklinik» – mit diesem und ähnlichen Transparenten demonstrierten gestern Abend vor der Adliswiler Gemeinderatssitzung rund 40 Erwachsene und verschiedene Kinder dafür, dass auch im Jahr 2011 noch im Kilchberger Spital Sanitas geboren werden kann. Es waren grösstenteils Frauen, aber auch einige Männer darunter, Leute aus dem Sanitas – aus den Bereichen Pflege, aber auch etwa Informatik – sowie ehemalige Wöchnerinnen.

Bereits zum zweiten Mal sprachen sie sich vor dem Schulhaus Hofern dagegen aus, dass die Geburtenabteilung im Zuge der Fusion des Kilchberger Spitals Sanitas und des Horgner Spitals Zimmerberg ab 2011 nach Horgen verlegt wird. «Wir wollen, dass die Gemeinden nach Möglichkeiten suchen, die Geburtsklinik des Sanitas zu erhalten», erklärte die federführende Claudia Matter. Anlass für den Aufmarsch war die in der gestrigen Ratssitzung traktandierte Interpellation des SP-Gemeinderats Davide Loss. Er wollte vom Stadtrat wissen, wie der Stadtrat der Spitalfusion gegenüberstehe.

Das Ziel der Demonstranten ist dabei: in den zwölf Trägergemeinden mit Aktionen bewirken, dass die eine oder andere Gemeinde dem Fusionsvertrag im Verlaufe dieses Jahres nicht zustimmt. Acht der zwölf Gemeinden müssen ihm zustimmen, damit er zustande kommt; wenn fünf Gemeinden ihn ablehnen, fällt er. Die Initianten planen, auch in den anderen Gemeinden des Bezirks Horgen aktiv zu werden.

Da in Adliswil das Parlament entscheidet, versuchen die Befürworter der Geburtenabteilung im Sanitas die Politiker von ihren Ideen zu überzeugen. Wie der Stadtrat gestern mitteilte, hat dieser allerdings am Dienstagabend beschlossen, dem Gemeinderat in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen den Antrag zu stellen, der Fusion zuzustimmen.

Ganz im Sinn der Gesamt-Exekutive fiel gestern auch der Auftritt von Noch-Gesundheitsvorstand Heinz Spälti (FDP) vor dem Schulhaus Hofern aus. Er suchte den Kontakt mit den Demonstrantinnen und Demonstranten. Er zeigte Verständnis für ihr Anliegen, er hänge emotional ebenfalls an der Geburtsklinik des Sanitas, aber es fehle das Geld: «Wenn die 1000 Sympathisanten für die Geburtenabteilung jährlich und während zehn Jahren 1000 Franken für den Erhalt der Geburtsklinik bezahlen würden, wäre die Finanzierung der Geburtenabteilung im Sanitas möglich. Oder wenn Sie uns auf andere Art und Weise 15 Mio. Franken beschaffen.» «Wir arbeiten dran», meinte Claudia Matter dazu, was Spälti mit «dann ists ja gut» quittierte.

Dienstag, 16. März 2010

Der Adliswiler Gemeinderat befasst sich morgen mit zwölf Traktanden. Von Interesse dürfte die Haltung des Stadtrats zur Spitalfusion sein.

Von Marco Morosoli

Am Mittwoch steht die Belegschaft
der Geburtsabteilung des Spitals
Sanitas und ehemalige Wöchnerinnen
für den Adliswiler Gemeinderat zum
zweiten Mal nach dem 3. Februar Spalier.
Der Grund für die erneute Präsenz
der Gruppe «Rettet die Geburtsabteilung
im Sanitas» ist die Beantwortung
einer Interpellation von Gemeinderat
Davide Loss (SP) zur geplanten Fusion
der Spitäler Zimmerberg (Horgen) und
Sanitas (Kilchberg). In den vergangenen
Monaten hat sie zu heftigen Diskussionen
geführt (der TA berichtete).

Gemeinderat Adliswil, Mittwoch, 17. März,
18.30 Uhr, Schulhaus Hofern.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/gemeinde/Die-Spitalfusion-gibt-schon-wieder-zu-reden/story/23225924

Mittwoch, 3. März 2010

auf TELE TOP

Mittwoch, 3. März 2010

18.00 Uhr (stündlich wiederholt)

  • Immer wieder Autobahn-Spaziergänger
  • Zürcher Spitalpersonal kämpft gegen Fusion

P.S. Wer die Sendung verpasst kann, kann sie hier online anschauen "TOP NEWS ansehen" :

http://www.toponline.ch/area-2.medium-2.rub-131.tce

Dienstag, 2. März 2010

Züriseezeitung 3. März 2010

Mittwoch, 03. März 2010
Mit Unterschriften Geburten retten
Spitalfusion Aktionen sollen Stimmbürger an Generalversammlung locken
Der Protest gegen die Schliessung der Geburtenabteilung im Sanitas setzt sich fort ? nun auch im Internet.
Philipp Kleiser / Oliver Lutz


Eine Unterschriftensammlung soll mithelfen, dass Geburten im Sanitas weiterhin möglich sind. (key)

«Rettet die Geburtsabteilung Sanitas» - mit diesem Blog, der am Samstag im Internet aufgeschaltet wurde, startet das Wochenbett-Team des Spitals Sanitas einen weiteren Versuch, die Geburtenabteilung im Spital Sanitas zu erhalten. «Wir fordern mit unserer Unterschriftensammlung die Trägergemeinden des Spitals Sanitas auf, eine allfällige Fusion mit dem Spital Zimmerberg so zu planen, dass die Geburtsabteilung im Sanitas bleibt», sagt Initiantin Christa Weber-Schneider, Mitarbeiterin der Wöchnerinnenabteilung im Sanitas.

975 Fusionsgegner

Bereits 83 Unterschriften sind in kurzer Zeit zusammengekommen - noch zu wenige, findet Weber-Schneider, hat doch die gleichnamige Facebook-Gruppe bereits 975 Mitglieder. Sie hofft deshalb auf weitere Solidarität mit den Mitarbeiterinnen der Geburtsabteilung. Zwar können die Unterschriften nicht für politische Vorstösse verwendet werden, «doch sie motivieren uns, auch weiterhin gegen die Schliessung zu kämpfen», sagt Weber-Schneider. In einem nächsten Schritt wollen die Initiantinnen die gesammelten Unterschriften an der nächsten Adliswiler Gemeinderatssitzung am 17. März dem Stadtpräsidenten Harald Huber übergeben.

Gerade in Adliswil bekommen die Initiantinnen politische Unterstützung. Vor einem Monat hat das Parlament eine Einzelinitiative, welche die Fusion des Spitals Sanitas mit dem Spital Zimmerberg ablehnt, an den Stadtrat überwiesen. Dieser muss die Einzelinitiative nun überprüfen und dem Gemeinderat einen Antrag vorlegen, über welchen dieser schliesslich entscheidet.

Zudem hat SP-Gemeinderat Davide Loss eine Interpellation betreffend Schliessung der Geburtenabteilung des Spitals Sanitas eingereicht - sie wird voraussichtlich am 17. März behandelt. «Ich erhoffe mir, dass der Stadtrat eine Lösung vorschlägt, damit die Geburtenabteilung trotz einer Fusion mit dem Spital Zimmerberg im Sanitas beibehalten werden kann», sagt Loss. Er fordert, dass die Stadt Adliswil einen solchen Lösungsansatz auch gegenüber den anderen Gemeinden im Bezirk Horgen vertritt.

Mit Ausnahme von Wädenswil, wo ebenfalls das Parlament zuständig ist, befinden in den anderen elf Bezirksgemeinden die Gemeindeversammlungen noch vor den Sommerferien über die Zukunft der Geburtenabteilung. Stimmen mindestens acht Legislativen der Spitalfusion zu, ist die neue Schwerpunktbildung am 1. Januar 2011 Tatsache.

Demonstrationen geplant

Noch kann in Bezug auf die Fusion aber viel passieren. Ein Blick auf die Unterschriftensammlung im Internet zeigt, dass längst nicht nur Personen aus Adliswil oder Kilchberg zu den Fusionsgegnern gehören. Auch aus Horgen, Wädenswil oder Richterswil sind zahlreiche Unterschriften eingegangen, vorab von ehemaligen Wöchnerinnen und Papis von im Sanitas geborenen Kindern.

Sollte es den Initianten gelingen, genügend Stimmberechtigte an die Gemeindeversammlungen zu locken, könnte die Fusion ins Wanken geraten. «Wir erhoffen uns entsprechende Aktionen», sagt Weber-Schneider, welche die Aktivitäten in ihrem Internet-Blog vermerkt. Es liege an den Wöchnerinnen, in den einzelnen Gemeinden aktiv zu werden.